Vitamin K ist ein fettlösliches Vitamin. Es spielt eine entscheidende Rolle bei der Blutgerinnung und trägt als Regulator zur Gesundheit der Knochen bei.

Die Forschung zeigt folgende Auswirkungen von Vitamin K:
1. fördert die Blutgerinnung
2. verbessert die Knochendichte
3. verbessert die Knochenstärke
4. ist an der Bildung von Proteinen für die Blutgerinnung beteiligt
5. verhindert hämorrhagische Krankheiten bei Säuglingen
6. kann einen Beitrag zur Therapie von einigen Krebsarten leisten
7. reduziert Blutergüsse nach einem Laser-Eingriff
8. fördert die Knochenbildung
9. reduziert den Knochenverlust
10. senkt das Risiko von Hüftfrakturen
11. erhöht die Knochendichte bei Frauen nach den Wechseljahren
12. kann die Behandlung von Leukämie-Zellen verbessern
13. dient der Behandlung von Osteoporose
14. kann die Behandlung von diabetischer Neuropathie unterstützen
15. kann den Knochenverlust in der Raumfahrt aufhalten
16. kann die Glukosetoleranz verbessern
17. verhindert eine übermäßige Gerinnungshemmung

Vitamin K ist besonders für die Funktion der verschiedenen Proteine der Blutgerinnung wichtig (1). Es gibt zwei natürlich vorkommende Formen von Vitamin K. Pflanzen synthetisieren Phylloquinon, auch bekannt als Vitamin K1. Bakterien synthetisieren eine Reihe von Vitamin-K-Derivaten mit 5-Kohlenstoff-Wiederholungen in der Seitenkette des Moleküls. Diese Formen von Vitamin K sind die Menaquinone-n (MK-N), wobei n für die Anzahl der 5-Kohlenstoff-Einheiten steht. MK-n sind gemeinsam als Vitamin K2 bekannt (2). MK-4 wird nicht in größeren Mengen von Bakterien produziert, sondern scheint von Tieren (einschließlich des Menschen) aus Phylloquinon hergestellt zu werden. MK-4 kann ebenfalls aus Menadion, einer synthetischen Form von Vitamin K in Tiernahrung, hergestellt werden. Neben der Leber befindet sich MK-4 auch in einer Reihe von anderen Organen in höheren Konzentrationen als Phylloquinon (3). Zusammen mit der Existenz dieses einzigartigen Synthesewegs, deutet diese Tatsache darauf hin, dass MK-4 über eine einzigartige biologische Funktion verfügt, die noch nicht identifiziert wurde (4).

Name: Vitamin K (K1: Phyllochinon, K2: Menachinon, K3: Menadion)

Chemische Zugehörigkeit: Chinone (2-Methyl-3-phytyl-1,4-naphthochinon)

Dosisbereich bei durchschnittlicher Nahrungsaufnahme: 60 bis 80 mcg täglich. Vitamin K kommt nach aktuellen Erkenntnissen weniger in der Nahrung vor, als bisher angenommen, daher können neben den Risikogruppen auch Menschen im Alter von 18 bis 44 Jahren einen Mangel entwickeln.

Hauptvorkommen in Nahrungsmitteln: Vitamin K1 findet sich in Avocado, Leber, einigen Ölen, vor allem Sojaöl, und dunkelgrünem Gemüse wie Spinat und Brokkoli.

Dosisbereich, Prävention und Therapie: bis zu 250 mcg K1 zur Prävention, von 1.000 mcg Vitamin K1 bis zu 45 mcg Vitamin K2 zur Therapie der Osteoporose

Risiken und Nebenwirkungen: Große Mengen von Vitamin K, entweder aus Lebensmitteln oder Nahrungsergänzungen, dürfen nicht von Menschen eingenommen werden, die gerinnungshemmende Medikamente wie Warfarin/Marcumar/Falithrom (Coumadin) zu sich nehmen. Wie bei jedem fettlöslichen Vitamin wird ein chronischer Konsum von Dosen deutlich über der Tagesdosis von den Gesundheitsbehörden nicht empfohlen, da es Bedenken hinsichtlich einer zu hohen Speichermenge im Körper gibt.

Dosierungsempfehlung:
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät bei Erwachsenen einen täglichen Bedarf von 65 bis 80 Mikrogramm an Vitamin K. Kinder unter 10 Jahren sollten 15 bis 30 Mikrogramm zu sich nehmen (ältere Kinder und Jugendliche 40 bis 50 Mikrogramm). Bei Schwangeren werden etwa 60 Mikrogramm angeraten.

 

Informationen von Dr. von Helden:

Vitamin K1 und Vitamin K2: ist das wirklich nötig?

- 5 Fragen an Dr. Raimund von Helden

1. Frage: Gibt es einen Vitamin-K-Mangel?

Mit einem Mangel ist zu rechnen bei Menschen, die eine natürliche Nahrung mit Gemüse scheuen. Weil Vitamin K2 erst im Darm durch die Einwirkung von Darmbakterien auf Gemüse resultiert, sind daher Menschen mit anhaltenden Darmstörungen oft betroffen. Auch bei Babys und Heimbewohnern findet sich regelmäßig ein Mangel.

2. Frage: Wo wird Vitamin K benötigt?

Selbstverständlich: ein Mangel an Vitamin K ist ein gesundheitlicher Nachteil. Die Blutbahnen, die Knochen, ebenso wie das System der Blutgerinnung ist davon abhängig. Der Vitamin-K-Mangel wird regelmäßig nachgewiesen bei Menschen mit schweren Schäden von Leber, Niere und Darm. Diese sollten sich über Vitamin K Gedanken machen.

3. Frage: Vitamin K2 wird von Jeff T. Bowles in seinem Buch "Hochdosiert" im Zusammenhang mit Vitamin D empfohlen...

Bowles verläßt mit seinen Dosierungen den natürlichen Bereich von 40 bis 90 ng/ml und erzeugt Vitamin-D-Spiegel oberhalb von 100 ng/ml. Wer wie J.T. Bowles sogar 165 ng/ml (Seite 46) erreicht, der sollte sich bei einem solchen Experiment über besondere Sicherheitsvorkehrungen Gedanken machen. Eine Schutzmaßnahme sollte dann Vitamin K2 sein. Für alle Menschen, die "auf dem Teppich" natürlicher Vitamin-D-Spiegel bleiben, ist keine Not und damit keine "Not-wendigkeit" mit dem Erwerb von Vitamin K2 gegeben.

4. Frage: Was ist Ihr Fazit?

Sowohl Babys, Gemüseverweigerer und Hochbetagte benötigen zusätzlich Vitamin K.

Wer irgendein krankes Organ in sich hat, der sollte über alle Vitamine nachdenken, dazu gehört auch Vitamin K.

Die derzeitige Argumentation für Vitamin K schwimmt im Kielwasser des Vitamin D, das mahnt zur Skepsis.

Kurzgefasst: 

  • Wer natürliche Vitamin-D-Werte anstrebt,
  • keine kranken Organe hat,
  • sich jeden Tag mit Obst und Gemüse ernährt, 
  • täglich 30 Minuten Sport betreibt, …

…der muss sich kein zusätzliches Vitamin K beschaffen.

 

Wer diese klaren Kriterien jedoch nicht erfüllt, der kann hier preiswert Vitamin K2 erwerben: Tiefstpreis zu 6 Ct je Kapsel zu 200 ug. Man sollte die Kapseln nicht aufbeißen, da sie etwas fischig schmecken. 

5. Frage: Wie soll ich dosieren?

Der Bedarf an Vitamin K2 wird in ug (=mcg) angegeben. Das wird Mikrogramm gesprochen und bedeutet Millionstel Gramm. Die Angaben reichen vom 80 ug beim Gesunden bis zu 1000 bei Kranken.  (Dosisfindung beim Nierenkranken: Pubmed-Link)

Entsprechend schwierig ist es ein Präparat auszuwählen. Hier erinnert die Szenerie an Vitamin D, wo auch ein breites Spektrum an Dosierungen angeboten wird. Das Gemeinsame ist die Speicherung beider fettlöslicher Vitamine (lipophil) im Fettgewebe. So ist wie beim Vitamin D weniger die tägliche "Einzahlung" auf das Konto, sondern der "Kontostand" bedeutsam. Auf ein defizitäres Konto muss zunächst viel eingezahlt werden (Anfangstherapie) später weniger (Erhaltungstherpie). Das kennen wir auch vom Fliegen, wo die Energie beim Start und beim Flug geradeaus sehr unterschiedlich ist.

Weiter verwirrt, dass es 3 "Geschwister" in der Familie des Vitamin K gibt:

  1. Vitamin K1
  2. Vitamin K2-M4
  3. Vitamin K2-M7

Die populäre, jedoch ungeprüfte Anwendung von Bowles für die 3 Substanzen erfolgte mit "1000 - 1000 - 100"

Es gibt Präparate mit "1000 - 100 - 200" wie das oben abgebildete "FullSpectrum" von NutriCology.

Hochdosiert für die Füllung des Vitamin-K2-Speichers

Mit einer Dosierung, die auch das Gerinnungs-wirksame Vitamin K1, bietet sich dieses "weiterentwickelte" (advanced) Präparat an. Sofern diese Angaben zur Dosierung stimmen, ist es für den Ausgleich eines bestehenden Mangels besonders geeignet. Das bedeutet aber auch, dass es nach dem Ausgleich des Mangels durch ein niedrig dosiertes Präparat ersetzt werden kann. Nicht geeignet für Patienten mit Marcumar ® oder Phenprocoumon-Blutverdünnung.

 

Für die unproblematische Situation und zur Erhaltungstherapie wähle man ein Präparat mit 200 ug Vitamin K2, bei dem kein Vitamin K1 hinzugegeben wurde.

Es herrscht also eine etwas unübersichtliche Situation beim Vitamin K2, die auch durch die besonders schwierige Laborprüfung der hergestellten Kapseln weiter verschärft wird.

Wer durch die Unheils-Hypothesen und kategorischen Annahmen der "Ein-Mann-Studie" von Jeff Bowles verunsichert worden ist, der kann sich zumindest mit dem letztgenannten Präparat für wenige Euro des Themas entledigen. Es bietet sich für experimentelle Hochdosierungen an.
Eine steigende Zahl wissenschaftlicher Untersuchungen belegen den Nutzen des Vitamin K1 + K2 für viele Krankheiten. Daher gilt die Faustregel: je mehr Krankheiten Sie in Ihrem Körper beherbergen, um so wichtiger ist die Einnahme von Vitamin K.

Ist tatsächlich ein relevanter Mangel an Vitamin K2 bei der Mehrzahl der Menschen gegeben, ist mit genau diesen Methoden das Problem zu beseitigen?

Eine gesunde Ernährung mit reichlich Gemüse ist bei gesunden Menschen mit einem friedlichen Verdauungssystem die simple Alternative.