Gewohnheiten - wie ändert man sie

Gewohnheit-kommt von gewöhnen.

Was man sich angewöhnen kann, muß man sich aber auch wieder abgewöhnen können. Wir haben uns an die falschen Eßgewohnheiten gewöhnt. Es hat sich somit ergeben, dass wir zu fett und zu gehaltvoll essen. Oder aber, man ißt den ganzen Tag über so gut wie nichts, um dann am Abend, wenn der Streß des Tages von einem abgefallen ist, um so mehr zuzuschlagen.

 

Die erste und wichtigste Regel, an die wir uns deshalb gewöhnen sollten lautet daher: regelmäßiges Essen, und zwar essen zu bestimmten Zeiten und essen in bestimmte Mengen.

 

Das ist die wichtigste Voraussetzung während der Abnahme. Aber auch in der Zeit danach. Die nunmehr gewohnten Zeiten bleiben. Jeder Essenstag will geplant sein! Das heißt also, genau zu überlegen, ob alle Zutaten in den Tag gepackt sind, die der Körper braucht, um ordnungsgemäß zu funktionieren.

 

Wer kennt nicht diesen Spruch: Frühstück wie ein König, Mittagessen wie ein Fürst, Abendessen wie ein Bettelmann? Ganze Generationen von Ernährungswissenschaftlern haben uns das eingeredet. Nun haben wir den Salat und müssen sehen, wie wir von den Pfunden runterkommen.

 

Was nützt die schönste ernährungsphysiologisch schlüssige Weisheit, wenn sie auf den eßsüchtigen Menschen nicht anwendbar ist?  Was es bei mir für Folgen hat, wenn ich mir ein reichhaltiges Kohlehydrat-Frühstück gönne, kann ich euch sagen:  ich programmiere damit mein Eßverhalten für den ganzen Tag. Das heißt schlichtweg:  so ein Frühstück ist für mich der Anfang vom Ende. Ich könnte essen, essen, essen.

 

Meine Teilnehmer bestätigen mir immer wieder ganz ähnliche Erfahrungen. Da kann mir doch die wissenschaftliche Erkenntnis gestohlen bleiben.  Beginnen kann man den Tag mit einem Naturjohurt, einem Stück Obst, ein paar gehackten Mandeln und etwas Leinsamen. Es schmeckt nicht nur köstlich, sondern erfrischt für den Tagesbeginn und sättigt angenehm. Ausserdem macht man damit was Gutes für die Verdauung.

 

Nimmt man zum zweiten Frühstück oder zur Mittagszeit eine durchaus notwendige Kohlehydratmahlzeit ein, ist die schlimmste Suchtgefahr bereits gebannt.  Was ist es denn, was nach mehr und größerem Nachschlag schreit?    Kartoffeln, Süßspeisen, frisches Brot, Nudeln und Kuchen.  Solange man noch nicht gefeit ist gegen solche Suchtauslöser, sollte man die gefährlichen konzentrierten Kohlehydrate bis zum Nachmittag erledigt haben.  Trotzdem wird man seinen Regeln nicht untreu, wenn man sich dann am Nachmittag ein Stückchen Kuchen gönnt. Nur - es sollte auch bei diesem einen Stückchen Kuchen bleiben.   Den Tag schafft man locker - dann aber naht der Abend. Die Zeit der Versuchungen.  Womöglich nach dem Abendessen die berühmte Fernsehknabberei.   Nüsse, Chips, ein paar Bierchen oder ein Gläschen Wein zum Tagesausklang.       

So sah es doch bisher aus, oder etwa nicht?       

Dann ganz spät abends noch eine Stippvisite an den Kühlschrank. Wer kennt sie nicht, die gelangweilte Suche nach dem Gaumenkitzel.       

Hier mal kosten, da noch was in den Mund stopfen. Knüppeldick satt sein.       

Dennoch - das Gefühl „satt und zufrieden“ zu sein bleibt aus.       

Das ist der Grund, weshalb ich rate, die Eiweißmahlzeit auf den Abend zu verlegen.      

 

Wie sollte diese im Eiweißrahmen wohl aussehen?       

Salat soviel man möchte, das ist o.k. - Gemüse soviel man mag ist auch o.k. -  ein Steak so groß wie man es für die eigene Gesundheit für tragbar hält, ebenfalls o.k.. - Danach edler Wein. Wein gehört dazu.  Die gute Tasse Kaffee mit Schlagsahne rundet das Essen ab, auch das ist o.k.

 

Was immer noch nicht genug?

Also gut, noch eine kleine Käseauswahl mit frischen Früchten.

 

Der Abend ist ein Erfolg.

Kein Völlegefühl, keine Ermüdung.

Der Tag danach - keine Reue.

 

Vielleicht ist in der ersten Zeit das Steak zu groß, der Käse zu reichlich. Das gibt sich, glaubt es mir. Wer will schon dauernd Riesensteaks essen. Ich nicht.

 

Ihr seht, auch Eßlust läßt sich überwinden, wenn man die „Gefahren“ kennt und dem Körper eine erlaubte Alternative bietet.

In kurzer Zeit wird auch daraus eine Gewohnheit. Aber eine Gewohnheit im gewünschten Sinne, von euch selbst manipuliert.

 

Mahlzeiten zwischendurch, die eurer Linie nicht gefährlich werden können, wählt ihr am besten aus gesunden Lebensmitteln. Ideal ist rohes Gemüse, wie: Karotten - Radieschen - Kohlrabi - Stangensellerie - Blumenkohlröschen -  Rettich - Paprika .

 

Und nun Viel Erfolg beim Ändern der alten Gewohnheiten.       

 

Eure Gabriele

Gesund und fit bis ins hohe Alter, das geht am besten mit gesunder, nahrhafter Ernährung und dementsprechende Ergänzungen.

 

TIPP: Versucht es mal 21 Tage aus und sehr was passiert. Veränderung hat auch was mit der Zahl 21 zu tun....